
Wie man Infrarotheizungen wirklich „intelligent“ macht
Bei Infrarotheizungen ist folgendes zu beachten: Sie heizen nicht die Luft im Raum auf. Stattdessen strahlen sie Wärme direkt auf einen selbst sowie die Möbel ab. Das ist eine angenehme Empfindung – doch die meisten dieser Heizgeräte verfügen über altmodische, manuelle Schalter. Wenn man sie vom Handy oder einer Sprachassistentin aus steuern möchte, braucht man eine Möglichkeit, damit ein Niedrigspannungs-Signal mit einem Hochleistungsheizgerät kommunizieren kann.
Wie das funktioniert
Um das zu ermöglichen, verwenden wir intelligente Relais. Man kann sich das Relais wie einen „Wächter“ vorstellen. Der Smart-Home-Hub – egal ob er über Zigbee, Matter oder Wi-Fi betrieben wird – sendet einen Befehl, der das Relais öffnet. Dadurch fließt Strom in das Heizgerät – und schon nach wenigen Sekunden leuchtet die Lampe.
Achtung: Nicht Ihr Gerät zerstören!
Ein wichtiger Hinweis: Versuchen Sie auf keinen Fall, ein 2000-Watt-Heizgerät direkt an einen Standard-Smart-Hub anzuschließen. Sonst entsteht Rauch und Ihr Gerät wird sofort beschädigt.
Diese Heizgeräte verbrauchen viel Energie. Deshalb verwenden wir immer Relais mit hohem Stromverbrauch – in der Regel 16A oder 20A. Dadurch bleibt die Elektrik kühl – und vor allem wird das Risiko eines Brandes während langer Wintermonate minimiert.
Umgang mit der „schnellen Wärme“
Der Vorteil von Infrarotheizungen ist, dass die Wärme sofort da ist. Man muss nicht 20 Minuten warten, bis ein Konvektionsheizer die Luft langsam erwärmt hat. Doch diese Geschwindigkeit kann auch ein Problem sein – es ist leicht, den Wohnraum versehentlich in eine Sauna zu verwandeln.
Um das zu vermeiden, installieren wir Temperatur Sensoren. Sobald die Raumtemperatur das gewünschte Niveau erreicht hat, signalisiert der Sensor dem Hub, die Stromzufuhr einzustellen. So bleibt alles angenehm – ohne dass man ständig am Schalter herumfummeln muss.
Der einzige Nachteil
All diese Technologien machen die Anlage etwas komplizierter. Wenn das Wi-Fi-Netzwerk ausfällt oder der Hub nicht mehr funktioniert, kann man die Heizung plötzlich nicht mehr einschalten.
Deshalb bestehe ich immer darauf, dass es einen physischen Überbrückungsschalter gibt – einfach einen klassischen Knopf an der Wand. Das ist Ihre Sicherheitsgarantie. Denn glauben Sie mir: Das Letzte, was man wollen kann, ist, in der Dunkelheit zu frieren – nur wegen eines Softwarefehlers.